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Akkordeon-Club Langenhagen ´74 e. V.
Seit Mai 2001 unterrichte ich die Schüler und leite das Jugendorchester für den ACL, seit November 2004 das 1. Langenhagener Akkordeon-Orchester. Nach einer Pause soll es 2011 wieder ein Kinderorchester geben.
Im Unterricht setze ich bei den individuellen Stärken und Interessen der Schüler an. Ich selbst hatte in meinem Walsroder Verein Unterricht in Gruppen von oft 10 Kindern. Auch später wurde zusammengewürfelt, wer zeitlich zusammen passte, unabhängig vom erreichten Schwierigkeitsgrad. Weit in die Mittelstufe reichte die Ausbildung für mich nicht hinein. Ein derart auf die Menge der Schüler setzender Unterricht ist heute allein schon wegen der demografischen Entwicklung nicht möglich und auch nicht, weil immer mehr Freizeit-Angebote um immer weniger Schüler werben, die aber schulisch zunehmend belastet sind. Ganz abgesehen davon halte ich solch einen Unterricht, auch wenn man die damaligen Zeitumstände betrachtet, für pädagogisch höchst kritikwürdig.
Mehrere meiner Schüler haben bei Jugend musiziert mitgewirkt und ordentliche Leistungen zeigen können. Dabei waren das Jugendliche und Kinder, die Standard-Bass-Akkordeon spielten, was eigentlich in das Konzept des klassischen Wettbewerbs in meinen Augen nicht recht passt. Auch heute ist es im ACL die Ausnahme, dass Schüler sich mit dem Konzert-Akkordeon befassen wollen.
Das Jahreskonzert 2010 war wieder etwas Besonderes: Viele meiner Schüler wollten gerne ihre Stücke alleine oder zu zweit vortragen. Alle Vorträge gelangen großartig! Ich freue mich sehr über die ausdrucksstarken und virtuosen Leistungen. Einige Schüler spielten auswendig von Elementar- bis Oberstufen-Niveau, und es war sogar eine schöne Eigenkomposition einer Schülerin dabei.
Jugendorchester
Das heutige Jugendorchester probt getrennt vom 1. Orchester. Dabei ist das Ziel, das Jugendorchester mit nachrückenden Schülern wieder zu verstärken, um bei Wettbewerben als reines Jugendorchester starten zu können. In Innsbruck 2010 mussten wir in der Kategorie "Jugendorchester" starten, weil unser Bassist zu kurzfristig aufhörte, als dass ich ihn durch einen jugendlichen Spieler hätte ersetzen können. Das Stück, die "Irish Rhapsody", war ausgesucht, um als Schülerorchester anzutreten und war mir nicht ganz recht für diese höhere Kategorie. Trotzdem gelang es uns, glatt die Bewertung "ausgezeichnet" zu erspielen.
Bei unserem Start 2007 erhielten wir ebenfalls diese Bewertung und kratzten sogar an dem höchsten Prädikat. Dass wir dies nicht erhielten, enttäuschte mich tatsächlich ein wenig, weil ich immer noch meine, dass die damals im Schnitt elf-/zwölfjährigen Jungen und Mädchen mit ihrem Vortrag von "Barocco" und insbesondere "La Storia" dies verdient gehabt hätten.
Weil die Entwicklung aber insbesondere der Wille der nachrückenden Schüler nicht vorherzusehen ist, ist bis jetzt offen, ob wir uns erneut als eigener Klangkörper beteiligen können. Auf jeden Fall ist eine Teilnahme im 1. Orchester für die Jugendlichen gewährleistet, weil sie in diesem Orchester seit dem Jahreskonzert mitspielen und die erforderliche Leistung auch bringen können.
1. Langenhagener Akkordeon-Orchester
Es ist mir bisher gelungen, fortlaufend Schüler nachzuführen. Oft übernehmen sie souverän sofort auf ihren ersten gemeinsamen Konzerten mit dem großen Orchester Soli. In Innsbruck 2010 wurde diese Altersstruktur von der Moderatorin als "gesund" bezeichnet.
Durch das neue Clubheim sind frei planbare Proben möglich, und der ausgezeichnete Klang im Probenraum ist phantastisch für die Arbeit mit dem Orchester. Das Klangbild des 1. Langenhagener Akkordeon-Orchesters hat sich unter meiner Leitung verändert. Das Orchester verfügt über dynamische Varianz, einen vollen Klang und große virtuose Präzision. Unser letztes Jahreskonzert 2010 sollte der Entspannung des Orchesters nach dem herausfordernden Jahr dienen, und so spielten wir vor allem Musik zum eigenen Vergnügen. Allerdings habe ich bei der Auswahl der Stücke doch darauf geachtet, dass sie die Spieler auch zu Leistungen herausfordern. Wie jetzt alle Spieler gemeinsam und präzise ihre Läufe perlen ließen, sich niemand versteckte, war einfach schön. Unter anderem diese Qualität gilt es, auf die nächsten Wettbewerbs-Stücke zu übertragen.
Der Wettbewerb in Innsbruck 2010 war für das 1. Orchester ein herber Schlag: Mit der schlechtesten Punktzahl des gesamten Wettbewerbes (wenn ich nichts übersehen habe) und der Vereinsgeschichte landeten wir auf dem Prädikat "gut". Ganz knapp über "schön, dass ihr vorbeigeschaut habt". Ich würde lügen, wenn ich sagte, dass mich das nicht getroffen hat. Es hat meine Stimmung derart verhagelt, dass ich leider die danach verkündeten Prädikate "ausgezeichnet" für je das Jugendorchester und das 1. Orchester des Akkordeon-Vereins Winsen (Aller) unter meiner Leitung nicht richtig wahrnehmen und mich darüber freuen konnte. Dem Orchester ist kein Vorwurf zu machen, ich halte ihm gegenüber diese Bewertung auch für nicht gerechtfertigt, um es deutlich zu sagen. Sie erweckt nämlich den Eindruck, als sei der Vortrag geradezu zusammengebrochen. Dabei spielte das Orchester das Stück aber souverän, einige sogar auswendig, und dem kompositorischen Willen entsprechend; es hätte mich gar nicht bei der Aufführung gebraucht, so sicher waren die Spieler.
Bei dieser Bewertung ging es um etwas anderes: Ich bin mit meiner eigenen Komposition, dem Konzert-Tango "Assoluta", angetreten, und dies wurde abgestraft. Da es in diesem Jahr neuerdings vorgegeben war, keine Jury-Gespräche zu führen, hängt man mit solch einem niederschmetternden Ergebnis natürlich in der Luft.
Meine Stücke werde ich auf dieser HP ausführlich besprechen. Also werde ich auch zu der Kritik an "Assoluta" Stellung nehmen. Wenigstens für Orchestermitglieder ist es vielleicht interessant, was ich zu der Kritik ausführlicher zu sagen habe. |